5 km in der Bergen sind länger
Heute schauen wir ins die Wasserfälle im Johnston Creek an und fahren
danach zum Lake Luise.
Wir kommen am Parkplatz für die Wasserfälle an und uns trennt nur
noch ein Short Trail von den ersehnten Wasserfällen. Wir dachten ja
immer Short heißt kurz, doch irgendwie ist das im kanadischen Englisch
wohl anders. Axel hat Moritz im Rucksack auf dem Rücken und wir
erklimmen Wasserfall um Wasserfall. Doch wo ist das Ende? Nach einer
guten Stunde Bergwanderung kommen wir vollkommen erschöpft wieder am
Auto an. Aber wir haben Sie gesehen, die Wasserfälle im Johnston Creek.
Nun geht's zum Lake Luise. Das Wetter ist nicht so besonders gut, aber
wir entschließen uns trotz der Strapazen vom Vormittag, Moritz in
seinen Tragerucksack zu packen und ein wenig spazieren zu gehen. Es
gibt einen Weg am See entlang, an dessen Ende wir und immer noch
entscheiden können zu einem Teehaus mit Ausblick auf 6 Gletscher zu
gehen. Am Ende des Sees angekommen überlegen wir kurz und denken uns,
gut 5 km sind ja nicht so lang. Pustekuchen, wir vergessen, dass wir
in den Bergen sind und der Weg uns auch noch gut 350 Höhenmeter
abverlangt. Nach insgesamt zweieinhalb Stunden kämpfen wir uns die
letzen Meter zum Teehaus rauf, die Temperatur liegt so knapp über dem
Gefrierpunkt. Die letzten Kilometer trägt Sandra Moritz hinauf,
mühsam Schritt für Schritt. Oben angekommen genießen wir eine ganz
einfache Nudelsuppe - köstlich - und Claudia füllt ihren
Energiespeicher mit einem riesigen Stück Schokoladenkuchen wieder auf.
Von den Gletschern sehen wir leider nur sehr wenig - Nebel und Wolken
versperren für Sicht. Ab und zu kracht der Gletscher und Lawinen gehen
ab.
Für den Rückweg brauchen wir nur eine gute Stunde, bergab geht's halt
doch schneller. Vollkommen durchgefroren treten wir die Rückfahrt nach
Banff an und lassen den Abend vorm brennenden Kamin in der Hotellobby
ausklingen und hoffen auf besseres Wetter.


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